Arts

Deniz Alt

Deniz Alt

Deutsch-türkischer Künstler, Aschaffenburg/Main

1999-2005 besuchte er die Hochschule für Bildende Künste ‚Städelschule’ und war Meisterschüler von Prof. Christa Näher

Seit 2000 beschäftigt er sich mit der Thematik des Völkermordes an den Armeniern und arbeitet mit abstrakten und figurativen Elementen der Malerei, mit Texten und Objekten in Form von Rauminstallationen und stellt in Solo- und Gruppenshops in verschiedenen Städten aus.

Installation“Black Sails”

Europalletten schwarz lackiert, Neonröhren

kunsz

…Die Installation nimmt Bezug auf die flüchtenden Armenier aus dem Jahr 1915, die auch über das Mittelmeer fliehen konnten. 15 Neonröhren symbolisieren das Jahr 1915 und 2015.

Vom ersten Völkermord 1915 bis heute sind es jetzt 100 Jahre und die Gegenwart wird von der Vergangenheit heimgesucht. Die Installation soll eine Brücke aus der Vergangenheit bis in die Gegenwart bilden und den Betrachter dazu motivieren nicht nur alles Schwarz – Weiß zu sehen.

Das Objekt ist wie ein Floß angelegt, aus Trümmern des menschlichen Geistes zusammengebaut…

Der Titel der Installation “Black Sails”, Schwarze Segel, lehnt sich an das erste getippte Morse Zeichen S.O.S – Safe our Souls-  von 1912 an. Gesendet wurde es von der TITANIC kurz vor ihrem Untergang. Die Menschen, die heute über das Mittelmeer in überfüllten Booten fliehen, haben nicht mal das. Sie segeln oder fahren ins Ungewisse und oftmals in die Abgründe der Meere…


Sabrina Baskal

Sabrina Baskal

Studentin der Goethe-Universität, Frankfurt

Sabrina Baskal hat in einem Bilderzyklus Porträts von Flüchtlingen aus dem größten Flüchtlingslager der Welt in Dabaab in Kenia gezeichnet

…Dadaab ist mit ca. 650 000 Bewohnern das größte Flüchtlingslager der Welt. Es liegt in Kenia, unweit der somalischen Grenze und besteht seit den 90er Jahren. Die Menschen fliehen aus Somalia vor Dürren, Hunger, dem Bürgerkrieg und vor den Gräueltaten der Terrororganisation „Al Shabaab“. Die humanitären Zustände im Lager sind katastrophal und nun droht die kenianische Regierung nach den Anschlägen auf die Universität in Garissa Dadaab ganz zu schließen. Zwar verspricht die Regierung niemanden dazu zu zwingen nach Somalia zurückzukehren, doch weiß niemand, was stattdessen mit den Menschen geschehen soll…

Mit den Portraits möchte ich auf die Situation in Dadaab aufmerksam machen und den Menschen die Bilder, die 2011 von allen großen Hilfsorganisationen ausgestrahlt wurden, wieder in Erinnerung rufen.“


Sarah Riel

Studentin der Goethe Universität, Frankfurt

…“Secret (secret I) entstand als ich beim lesen des Romans “Tale of two cities” bei einem Satz hängen geblieben bin:

A solemn consideration when I enter a at City by night, that everyone of those darkly clustered houses encloses ist own secrett every room in everyone of them encloses its own secret, that every beating heart in the hundrets of thousands of breasts there, is in some of ist imagenings, a secret to the heart nearest it.’

Sarah Riel kunst

Silent War (secret II)  habe ich gemacht als ich einen Dokumentarfilm über Soldatinnen im amerikanischen Militär mit gleichnamigem Titel gesehen habe. Der Film thematisiert sexuelle Übergriffe auf weibliche Soldaten und behandelt den Umgang mit derlei Vorfällen innerhalb der Army. Mindestens 40% der Veteraninnen sind betroffen.

Nicht wie ein Stein sollst du sein, sondern wie ein Baum – Hart muss der Mensch werden, hart wie Stein, damit er überlebt, damit er überleben kann im und nach dem Krieg. Aber im Krieg gibt es keine Bäume. “Im Krieg gibt es keine Bäume”, sagte sie. Der Mensch soll sein wie ein Baum. Damit er lebt, damit er leben kann.

riel kunst 3


Janina Castellano

Janina Castellano

Studentin der HfG, Offenbach

Tanz / Art Performerin

Video

…Die Haut ist die Verkleidung eines Gebäudes, die durch Erschütterungen der Erde abgetragen wird. Sichere Grenzen werden im Krieg gleich der Wände zu Staub, als seien sie nie dagewesen. Wenn die Erde bebt…

Performance “Body of War”

…Butoh wurde einst von Hijikata die ‚Rebellion des Körpers’ genannt. Der Körper als Leinwand für den inneren und äußeren Krieg: Kampf, Dekonstruktion und vielleicht Auferstehung…

„Was sind die Stadien, die das menschliche Bewusstsein im Ausnahmezustand des Krieges durchwandert? Innerer und äußerer Kampf liegen für mich nah beieinander. Ich lasse mich von den Klängen der Live Musiker in die unmittelbare Erfahrung dessen tragen, was ich die letzten Wochen versucht habe zu begreifen und mich zu öffnen für Bilder, die in uns allen existieren, egal ob wir in diesem Leben Krieg erlebt haben oder (noch) nicht.“


Narae Shin

Narae Shin

Studentin der HfMDK, Frankfurt

Tänzerin bei Dieter Heitkamp, Sjoerd Vreugdenhil,Regina van Berkel, Marguerit Donlon und Wiliam Forsythe.

Performative Resonanz mit Nathalia Grotenhuis’ Musikstück ‚Diskurs’


Dirk Baumanns

Dirk Baumanns

Künstler, Performer; Frankfurt

Installation
“what goes around, comes around”
Stoff, Holz, Draht, Gips, Acryl

…Dirk Baumanns, ist ein Performancekünstler und Maler aus Frankfurt am Main. In seiner Installation, zeigen sich beide Medien seines Schaffens miteinander vereint zu einer Art Momentaufnahme. Inspiriert zu dieser Installation haben ihn Aufenthalte in Bosnien-Herzegowina mit der Auseinandersetzung von Krieg und muslimischem Glauben.
Die grüne Farbe spielt im muslimischen Glauben eine besondere Rolle. Sie wird auch als heilige Farbe betrachtet.
Die Farbe Grün kommt in allen Facetten der islamischen Literatur, Kunst und in der Alltagswelt der Muslime mit verschiedenen Bedeutungen vor. Angesichts verheißungsvoller Bilder des Gartens im Koran mit der Farbe Grün lässt sich der hohe Stellenwert für die Muslime erkennen. Durch die radikalen Islamisten wird jedoch das Grün zum Symbol des Islam als einer brutalen, gewaltverherrlichenden Religion.
Dirk Baumanns Installation setzt dem ein Gleichnis entgegen und lässt Farbe die notwendige Kritik daran üben. Mit dem Ausstellungsort in der Matthäuskirche beinhaltet die Installation noch eine zusätzliche Botschaft: “Dass sich Religionen durchaus miteinander versöhnlich zeigen und zeigen sollten!”…


Fotoausstellung im Foyer und Treppenhaus: ‚Wege nach Deutschland’
An der Sophienschule in Frankfurt gibt es eine große Vielfalt an Kulturen, Religionen und Sprachen. Wir erfahren fast täglich spannende, schöne, witzige und manchmal auch traurige Details über die (Einwanderungs-) Geschichten der Schülerinnen und Schüler, denn ein nicht allzu kleiner Teil der Kinder und Jugendlichen ist in den letzten Jahren nach Deutschland zugewandert. Die Gründe hierfür sind ganz unterschiedlich und haben zugleich eine Gemeinsamkeit: die Hoffnung auf ein besseres Leben in Deutschland. Die Ausstellung „Mein Weg nach Deutschland“ besteht aus 22 A 2 Bögen, die in Wort und Bild, die Alltags-Geschichten von Jugendlichen und drei Pädagogen zeigen.


Katja Cheraneva

Katja Cheraneva

Tänzerin, Choreografin; Frankfurt

Born in 1988, Moscow, Russia. Study in Nikolai Ogryzskov`s Contemporary Dance School, Moscow. In 2004 joined a youth company in St.-Petersburg “Kannon Dance” and same year received an award for “The Best Debut” in competition for young choreographers, St. Petersburg. In summer 2010 graduated from the “University for Music and Performing Arts”, Classical and Contemporary Dance (Hochschule fuer Musik und Darstellende Kunst, ZuKT), Frankfurt am Main, Germany. During the study participated in number of theatre and music theatre performances. In 2006 took a part in Installation-performance „Human Writes“ by William Forsythe and Thomas Kendall in Frankfurt am Main. In 2009-2010 worked as a freelance dancer in Frankfurt am Main, where participated in a residency project PET_3, supported by Tanzlabor_21, Mousonturm, Frankfurt am Mian; and presented her work in collaboration with Claudia Voigt and Nina Vallon called “Fake Phrases. Part 1” on the festival Tanzpanorama, Frankfurt am Main. Since February 2010 till september 2015 joined The Forsythe Company. In summer 2013 participated in a 3 weeks research project on Comfort Zone with BernRetour collective and in summer 2014, as a part of a collective, created a piece “A Place where no one needs to achieve anything” in collaboration with Oded Littman and Vera Stierli as a part of the evening Utopia of the Present. Variations, in Bern. Participated in Best of America Loves residency series hosted by STORE contemporary and PACT Zollverein. Currently engaged in number of projects in collaboration with Fabrice Mazliah and MichelDouglas Collective(Cologne), HOOD(Host Organisation fOr proDuction) and co-creating a long-running series of performances and events with Frances Chiaverini on the topic of horror under the working title Exercising Fear, or Scary Piece.  


Yossi Grair

Yossi GrairCapoeira-Trainer bei Tus Makkabi, Frankfurt2

Capoeira-Trainer bei Tus Makkabi, Frankfurt

Capoeiraworkshop mit verschiedenen Musikern

Capoeira ist eine afrobrasilianische Kampfkunst, die Kraft, Flexibilität,

Akrobatik, Musik und Kultur zu einem einzigartigen Erlebnis vereint. Unter

der Leitung von Josef “Alemão” Grair bietet das Deutsche Zentrum für

Capoeira in Zusammenarbeit mit Makkabi Frankfurt Kurse für Kinder,

Jugendliche und Erwachsene an.


Talley Hoban

Talley Hoban

Back to the Roots – Schnippelparty
Lebensmittelretterin und Genussbotschafterin, Mit-
Genuss- und Schnippelparty-Botschafterin
Initiatorin der Schnippelparty-Bewegung
Expertin in der restlosen Lebensmittelverwertung, Wiesbaden

Talley Hoban protestiert gegen die Wegwerfgesellschaft, veranstaltet Workshops, in denen sie Tipps für die restlose Lebensmittelverwertung gibt. Auf Schnippelpartys kocht sie mit Zutaten, die sich nicht wirtschaftlich lohnen oder im Müll gelandet wären.

Mit diesen öffentlichen Events, kommt Hoban ihrem Ziel, ein schichtenübergreifendes Gemeinschaftserlebnis zu schaffen, bei dem alle gemeinsam anpacken, sich gegenseitig unterstützen und sich Schnitt für Schnitt sowie ganz genüsslich Löffel für Löffel näher kommen.

Reste sind für Talley Ressourcen, Energie, Inspiration uvm., die sinnvoll genutzt werden will bzw. im Gegenzug nicht entstehen darf. Auch in den Köpfen der Menschen stecken viele Ressourcen die verloren gehen und daher ist die Bereitschaft und Förderung des Austauschs in der Gesellschaft für Mensch und Natur mehr als gewinnbringend.