Documentary

Birgit –Sabine Sommer

Birgit –Sabine Sommer

Redakteurin im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, freie Filmemacherin, Autorin und Regisseurin aus Frankfurt

Die Frankfurter Filmemacherin Birgit-Sabine Sommer hat von 2011 bis 2015 in Kärnten einen Dokumentarfilm über das Verhältnis von deutsch-nationalen Österreichern und Slowenen gedreht. Ein schwieriges Verhältnis, das vom letzten Krieg bis zum heutigen Tag die Volksgruppen in einem kleinen Bergdorf trennte – bis die Dreharbeiten einen Perspektivenwechsel einleiteten: DER GRABEN (Film: 82 min + Making of: 20 min)

Filmprojekt „Der Graben“

Re-Enactment nennt man das Nachspielen von historischen Ereignissen, wie eben auch dem Krieg. Große Reenactments mit tausenden Darstellern waren zum Jubiläum der Völkerschlacht bei Leipzig zu sehen oder in diesem Jahr in Waterloo: eine Schlachtendarstellung mit der berühmten Niederlage Napoleons vor 200 Jahren. Was taugt ein solches Reenactment?

graben

Mit dem Nachspielen der eigenen Geschichte können sich Perspektiven ändern, kann Geschichte aufgearbeitet und lebendig erlebt werden. Bei den Dreharbeiten zu „Der Graben“ hat die Regisseurin Birgit-Sabine Sommer viele Menschen eines ganzen Dorf in Kärnten mitspielen lassen. Dabei gerieten auch die traditionellen Gegensätze zwischen den Volksgruppen in Eisenkappel in Bewegung. Ein Beispiel für ein Überwinden von Feindschaften und Vorurteilen durch Rollenspiel.

Über 200 Menschen aus Eisenkappel machten bei der Filmproduktion mit. Über ein Jahr lang arbeitete die Regisseurin mit dem Kamerateam in der Region, viele Familien öffneten ihre Dachböden und Truhen und suchten nach alten Requisiten und Kleidungsstücken, andere stellten ihre Häuser und Höfe zur Verfügung.

graben 2

Zum 60. Jahrestag des österreichischen Staatsvertrages von 1955 wurde der Film ‚Der Graben’ einer breiten Öffentlichkeit durch eine Fernsehausstrahlung im ORF in einer bisher kaum gekannten Form vorgestellt: „Menschen, die bisher bestenfalls nicht miteinander gesprochen haben, rekonstruieren nun gemeinsam ihre Geschichte. Zunächst nebeneinander, aber für denselben Film.“ Mit der Methode des „partizipativen Reenactments“ kombiniert Regisseurin Birgit-Sabine Sommer die Erzählung der Zeitzeugen mit filmischen Nacherzählungen an Originalschauplätzen mit Originalrequisiten, dargestellt von den Nachkommen der einstigen Protagonisten.


Alexander Kukk

Alexander Kukk

Dokumentarfilmer, Menschenrechtsaktivist, Frankfurt

Dokumentarfilm ‚Der Marsch der Würde’

Trailer zum Film https://www.youtube.com/watch?v=UF8uSTgVUx0

…Die Erzählungen der betroffenen Menschen und ihre traumatisierten Fluchterlebnisse, haben mich dazu bewegt, diesen Film zu machen. Auf diese Weise konnte auch ich meine eigenen Erfahrungen als Flüchtling verarbeiten. Diese seelisch verletzten und in Massenunterkünften isolierten Fluchtsuchenden haben sich auf dieser Reise, weil ihnen mediales Gehör verschafft wurde, immer mehr befreit…

…Der Film entstand während des 600 km langen Protestmarsches von Flüchtlingen von Würzburg nach Berlin im Spätsommer 2012. Eine Gruppe von Aktivisten besuchte das Protestcamp ‚Occupy Frankfurt’ und berichtete von der Aktion. Mir war sofort klar, dabei sein zu wollen.


Mark Bartalmai

Mark Bartalmai

Freier Journalist, Kriegsberichtstatter, Photograph

Dokumentarfilm: Ukrainian Agony

Mit dem Film „Ukrainian Agony“ präsentiert der Kriegsberichterstatter Mark Bartalmai ein gänzlich anderes Bild des Ukraine-Konfliktes, als es von den Massenmedien dargestellt wird. Denn anders als der Mainstream, zeigt Bartalmai die Situation vor Ort – so wie sie ist.

Am Tag als MH17 vom Himmel fiel, flog Mark Bartalmai über fast das gleiche Gebiet wie der mit knapp 300 Menschen besetzte und von Unbekannten abgeschossene Passagierflieger. Angekommen am Moskauer Flughafen erfuhr Bartalmai von den Geschehnissen und nur wenige Tage später war er selbst an der Absturzstelle von MH17. Als einziger Deutscher dokumentiert er seitdem die Ereignisse in der Ost-Ukraine. Dabei riskierte Mark Bartalmai fast täglich sein Leben, da er sich direkt an die Kriegsfront begab – nur bewaffnet mit seinen Kameras, aber mit der schützenden Unterstützung der Donetzker Volkswehr.

Ich habe noch nie soviel Zerstörung gesehen” berichtet Bartalmai etwa nach den wochenlangen Gefechten um den Flughafen bei Donezk, in welchen er mittendrin war. Auch weiß er aus erster Hand, wer wirklich für die massiven Bombardements auf die Zivilbevölkerung im Donbass verantwortlich ist: “Nicht die Volkswehr bombardiert die Städte, sondern die ukrainische Armee. Und dabei nimmt sie immer billigend in Kauf, dass Zivilisten sterben.”

www.ukrainianagony.info

Unterstützen könnt Ihr die Arbeit und das Filmprojekt von Mark Bartalmai mit einer Spende über:https://www.indiegogo.com/projects/movie-ukrainian-agony-the-concealed-war#/story